Wenn kein Spiegel zur Hand ist, so sieh ins Wasser dort. Oder ins Glas der Fenster. Und, was siehst du nun?
Zwei Augen. Starrend vor Furcht. Nervös zuckend. Schwarzumranded. Die Haare hängen ins Gesicht. Zitternd vor Kälte. Der Kragen des Pullovers reckt sich gierig am Hals empor das fahle Gesicht zu verschlucken.
Wünscht du dir die Augen vor der Wahrheit zu verschließen? Wünscht du dir dein Spiegelbild zu verlieren?
Das kannst du. Auf ganz leichte und humane Weise ist es dir ermöglicht dich selbst zu verkaufen und verlieren. Sieh in den Spiegel. Und, was siehst du nun?
Weiße Leere, Nebel, ein grauer Schatten an der unverputzten Wand. Nun seist du frei. Was siehst du nun? Du gehst wohl auf die Knie vor deinem neuen Ebenbild. Bettle um deine Seele.